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Putzbienen
Putzbienen räumen aus den Brutzellen die Reste
der Puppenkokons aus, entfernen Ausscheidungen und sonstige Abfälle. Mit einem
Sekret aus ihren Kieferdrüsen ölen sie die Waben ein - in ungesäuberte Waben
würde die Königin keine neuen Eier legen. Außerdem sind sie auch an der Heizung
des Bienenstocks beteiligt.

Ammenbienen in der Kinderstube
Ammenbienen kümmern sich um die Fütterung und Aufzucht der Brut. Sie versorgen
auch die untätigen Drohnen sowie die Königin, die im Inneren des Stocks ständig
Eier legt. Ohne die Ammenbienen würden die Insassen des Stocks verhungern, denn
sie kommen sonst nicht an Nahrung. In bestimmten Drüsen produzieren die Ammen
einen speziellen Futtersaft, das Gelée royale.

Vorratsbiene
Vorratsbienen sitzen im Inneren des Bienenstocks und sorgen dafür, dass alles,
was von den fleißigen Sammelbienen in den Stock gebracht wird, ordnungsgemäß
verstaut, verfüttert oder verarbeitet wird – nämlich zu Honig. Die
Honigzubereitung ist ein komplizierter Prozess: Nektar, Pollen, Pflanzensäfte
und was sonst an Ausbeute hereinkommt, wird von den Honigmacherinnen eingedickt,
mit körpereigenen Stoffen versehen und einem Reifungsprozess unterworfen.

Baubiene
Baubienen können das Wachs herstellen, mit dem die Waben gebaut werden. Dazu
sondern sie aus ihren Hinterleibsdrüsen ein öliges Sekret ab. Das kostet die
Tiere viel Kraft, weswegen sie in dieser Phase ihres Lebens auch keinen
Futtersaft mehr produzieren – ihre Schlunddrüsen ändern die Funktion. Das
Bienenwachs ist ein sehr kostbarer Stoff.

Wehrbienen
Wehrbienen sind die Türsteher, sie sorgen dafür, dass nur die zum eigenen Volk
gehörigen Bienen reinkommen. Denn jeder Stock hat einen typischen Geruch, den
die Wehrbienen erkennen. Außerdem verjagen die Wächterinnen Eindringlinge wie
Hornissen oder Wespen, mit zum Teil raffinierten Tricks!
Sammelbienen
Sammelbienen sind im Außendienst – sie suchen Pollen, Nektar und andere
Futterstoffe sowie Wasser und liefern alles im Stock ab. Je nach Rasse legen sie
dazu täglich im Schnitt 80 Kilometer zurück, Spitzenwerte liegen bei über 170
Kilometern. Für drei Kilo Honig müssen viele tausend Kilometer bewältigt werden.
Drohnen
Drohnen sind männliche Bienen. Sie sitzen die
meiste Zeit ihres Lebens recht untätig im Bienenstock und lassen sich füttern.
Gelegentlich beteiligen sie sich daran, die Brut zu wärmen oder den Stock zu
kühlen, wenn es nötig ist. Doch einmal in ihrem kurzen Leben kommen sie groß
raus – wenn sie eine Königin begatten dürfen. Dazu sammeln sie sich an geheimen
Orten.

Die Königin
Die Königin sorgt für die Nachkommen im Stock. Das ganze Frühjahr über bis in
den Herbst hinein legt sie Eier. Zur Zeit der Sonnenwende im Juni kann sie bis
zu 2000 Eier am Tag legen. Aus diesen Eiern entwickeln sich die für die Saison
benötigten kurzlebigen Arbeiterinnen und auch einige Drohnen. Mit der Eiablage
beginnt die Königin nach der Geschlechtsreife und ihrem ersten Hochzeitsflug.
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